Die Geschichte der Burg und des Dorfes Oeding

 

Südlohn-Oeding
Als am 18.04.1353 der fürstbischöfliche Amtmann Johann von Bermentfelde seine Unterschrift unter die Urkunde zum Verkauf seines Haupthofes Oeding im Kirchspiel Südlohn mit Mühle, Burg, Gebäuden, Fischteichen und Zubehör an Bischof Ludwig II. von Münster setzte, war ihm sicherlich nicht bewusst, welche wichtige Urkunde dort ausgefertigt wurde. Denn damit wurde erstmals urkundlich das Dorf, der spätere „Flecken Oeding“ in der Bauernschaft Nichtern, erwähnt.

Viele Jahre sind seitdem vergangen. Aus dem ehemals befestigten Hof entstand nach und nach die herrschaftliche Burg Oeding. Diese U-förmige von Wasser umgebene Anlage bildete über Jahrhunderte das Zentrum des Ortes Oeding.
Im Schutze der Burg siedelten in der Burgfreiheit, dem heutigen Burgring, Ackerbürger und Handwerker. Der Grundstein für die Entwicklung des heutigen Ortes wurde damit gelegt.
Nach glanzvollen Zeiten der Herren Oeding mit den Familien von Gemen, von Viermund, von Keppel und von Mulert, verfiel die Burg 1839 in einen „Dornröschenschlaf“ und ging 1859 in den Besitz der Familie Pass.
Diese „weckte“ die Burg 1979, indem durch die Integrierung des alten Bergfrieds mit dem ehemaligen Verlies in einen modernen Hotelneubau wieder Leben in das alte Gemäuer zog. Seitdem gibt sich die

Burg gastfreundlich und gesellig. Der Burgturm ist bis heute das Wahrzeichen des Ortes.